Weltbevölkerung und Entwicklung
Der Geburtenrückgang in Europa und das starke Bevölkerungswachstum in den südlichen Ländern wird einen enormen Bevölkerungsdruck auf Europa ausüben. Grenzöffnung und Immigration wird dabei allerdings keine Entlastung bringen sondern nur die sozialen, politischen und kulturellen Konflikte in die Mitte unserer Gesellschaft tragen.
Bezüglich der demografischen Entwicklung steht außer Frage, dass der Rückgang der Bevölkerung in Deutschland – aber auch in anderen europäischen Ländern – sowie ihre Überalterung absehbar sind. Dies beruht in erster Linie auf der zurückgehenden Zahl potenzieller Eltern, was einen Geburtenrückgang in den vergangenen 25 Jahre nach sich zog. Dieser Entwicklung in den europäischen Ländern steht eine stark wachsende Bevölkerung in den südlichen Anrainerstaaten des Mittelmeeres von Marokko über Algerien, Tunesien, Libyen und Ägypten bis zur Türkei gegenüber, woraus sich ein hoher Zuwanderungsdruck nach Deutschland und in die EU ergibt.
Dennoch kann – von allen sozialen und gesellschaftlichen Problemen und sicherlich auch kulturellen Bereicherungen abgesehen – von einer Zuwanderung kein durchgreifender Effekt auf die Verjüngung der Bevölkerung erwartet werden. (warum nicht?)
Eine andere Assoziation, die wir oft mit den Schlagworten Weltbevölkerung und Entwicklung verbinden, ist das Thema Hunger.
Hier stellen wir erfreulicher Weise fest, dass wir immer mehr Menschen ernähren können, und so die relative und die absolute Zahl der Hungernden sinkt. Aber ungeachtet dessen kann nur einzig und allein „Kein Hunger“ das Ziel sein. Und wenn wir dieses Ziel haben, müssen wir uns fragen, was Entwicklung hemmt oder fördert und wer Entwicklung hemmt oder fördert.
Schnell werden hier die „Weltwirtschaftsbedingungen“ ins Feld geführt. Und sicherlich ist es so, dass starke Volkswirtschaften mehr Macht haben und diese Macht auch einseitig im eigenen Interesse ausüben. Wenn wir innerhalb der EU für Agrarprodukte Preise zahlen, die über dem Weltmarktniveau liegen, dann heißt das, dass wir Anbieter –in diesem Fall Bauern aus ärmeren Ländern- von unserem Markt ausschließen. Dies ist ungerecht. Vor allem dann, wenn wir in diese ärmeren Länder unsere Produkte uneingeschränkt einführen wollen.
Allerdings ist diese Sichtweise weit davon entfernt, die Wirklichkeit abschließend zu beschreiben. Es gibt beispielsweise Arten der Hilfe, die kontraproduktiv bestehende Strukturen zerstören. So wie dies Kleiderspenden tun, die in Afrika angeliefert werden und die heimische Textilproduktion zum Erliegen bringen, weil Händler diese geschenkte Ware aus den reichen Ländern viel günstiger verkauften als die einheimischen Produzenten.
Viele Dinge sind aber auch von den internen Machthabern zu verantworten. Wie ist es möglich, dass in Ländern, in denen gehungert wird, Geld für das Führen von Kriegen vorhanden ist? In solchen Ländern kann nicht nur der Mangel von Geld, also auch nicht nur die Weltwirtschaft zur Verantwortung gezogen werden.
Man kann beobachten, dass in Ländern mit hoher Armut und einem großen Unterschied zwischen Arm und Reich bestimmte Bedingungen herrschen:
• das Bildungsniveau ist niedrig und es gibt kaum Zugang zu Bildung und Wissen,
• die Geburtenrate ist hoch,
• die Rolle der Frau ist unterentwickelt bzw. Frauen werden unterdrückt,
• Meinungs- und Pressefreiheit bzw. die demokratischen Grundrechte sind nicht gewährleistet,
• Korruption ist weit verbreitet, wenn es überhaupt einen privaten Wirtschaftsektor gibt,
• es gibt nur ungenügend freie Gerichtsbarkeit bzw. rechtsstaatliche Ordnung,
• es gibt keine freie Begegnung von Anbietern und Nachfragern von Gütern und Dienstleistung und keine funktionierenden Märkte,
• das Niveau kriegerischer Auseinandersetzungen auch innerhalb einer Gesellschaft ist hoch,
• es gibt keinen sozialen Ausgleich zwischen den Schichten,
• die Macht wird nicht vom Volk bestimmt, das Volk ist nicht in der Lage seine Interessen zu formulieren und umzusetzen.
Die europäische Geschichte bestätigt eine solche Betrachtung. Auch hier gab es Hunger, Elend und Unterdrückung, eine hohe Geburtenrate und Kindersterblichkeit, häufige Kriege und keine Demokratie, keine Bildung und keine Gleichberechtigung.
Erst die Ideen der Aufklärung und des Humanismus und ihre mühsame und leidvolle Umsetzung brachten jene grundlegenden Verbesserungen, die wir heute genießen. Und nie haben Freiheit und Wohlstand ein höheres Niveau erreicht als dies in Europa nach dem zweiten Weltkrieg der Fall war. Einer Entwicklung, die maßgeblich von der Entwicklung der EU mit ihrer friedensstiftenden und wirtschaftsintegrativen Funktion geprägt ist.
Blicken wir vor dem Hintergrund unserer Geschichte auf die heutige Welt stellen wir fest, dass der Rolle der Frau eine zentrale Bedeutung zukommt. Gut ausgebildete Frauen, die gleichberechtigt an Politik und Wirtschaft teilnehmen, haben weniger Kinder. Sie ernähren diese Kinder besser und bilden sie besser aus. Die Gleichberechtigung der Frau kann ein Schlüssel sein den Kreislauf von Überbevölkerung, Armut und Unterdrückung zu durchbrechen.
Aber im Wechselspiel der Kräfte erkennen wir auch andere Tendenzen. Entwicklung ist keine Einbahnstraße und ein einmal errungener Fortschritt kann auch wieder verloren gehen. Bei einer Fortschreibung der derzeitigen Bevölkerungsentwicklung wird die jetzige Bevölkerungsminderheit der Muslime um das Jahr 2050 herum die Bevölkerungsmehrheit stellen. In Großstädten wie Rotterdam, Amsterdam, Den Haag und Utrecht wird diese Situation voraussichtlich schon viel früher eintreten.
Ob wir es für politisch korrekt halten oder nicht, es stellt sich die Frage ob eine Bevölkerungsmehrheit deren kulturelle Basis nicht auf den Grundlagen der Aufklärung und des Humanismus ruht, willens und in der Lage ist, Freiheit und Entwicklung zu bewahren. Und ebenso stellt sich die Frage, ob unsere Annahme, dass alle Volker und Gesellschafter dieser Erde ausschließlich unseren Weg der Entwicklung von Humanismus und Freiht wählen würden, zutrifft?
Bezüglich der demografischen Entwicklung steht außer Frage, dass der Rückgang der Bevölkerung in Deutschland – aber auch in anderen europäischen Ländern – sowie ihre Überalterung absehbar sind. Dies beruht in erster Linie auf der zurückgehenden Zahl potenzieller Eltern, was einen Geburtenrückgang in den vergangenen 25 Jahre nach sich zog. Dieser Entwicklung in den europäischen Ländern steht eine stark wachsende Bevölkerung in den südlichen Anrainerstaaten des Mittelmeeres von Marokko über Algerien, Tunesien, Libyen und Ägypten bis zur Türkei gegenüber, woraus sich ein hoher Zuwanderungsdruck nach Deutschland und in die EU ergibt.
Dennoch kann – von allen sozialen und gesellschaftlichen Problemen und sicherlich auch kulturellen Bereicherungen abgesehen – von einer Zuwanderung kein durchgreifender Effekt auf die Verjüngung der Bevölkerung erwartet werden. (warum nicht?)
Eine andere Assoziation, die wir oft mit den Schlagworten Weltbevölkerung und Entwicklung verbinden, ist das Thema Hunger.
Hier stellen wir erfreulicher Weise fest, dass wir immer mehr Menschen ernähren können, und so die relative und die absolute Zahl der Hungernden sinkt. Aber ungeachtet dessen kann nur einzig und allein „Kein Hunger“ das Ziel sein. Und wenn wir dieses Ziel haben, müssen wir uns fragen, was Entwicklung hemmt oder fördert und wer Entwicklung hemmt oder fördert.
Schnell werden hier die „Weltwirtschaftsbedingungen“ ins Feld geführt. Und sicherlich ist es so, dass starke Volkswirtschaften mehr Macht haben und diese Macht auch einseitig im eigenen Interesse ausüben. Wenn wir innerhalb der EU für Agrarprodukte Preise zahlen, die über dem Weltmarktniveau liegen, dann heißt das, dass wir Anbieter –in diesem Fall Bauern aus ärmeren Ländern- von unserem Markt ausschließen. Dies ist ungerecht. Vor allem dann, wenn wir in diese ärmeren Länder unsere Produkte uneingeschränkt einführen wollen.
Allerdings ist diese Sichtweise weit davon entfernt, die Wirklichkeit abschließend zu beschreiben. Es gibt beispielsweise Arten der Hilfe, die kontraproduktiv bestehende Strukturen zerstören. So wie dies Kleiderspenden tun, die in Afrika angeliefert werden und die heimische Textilproduktion zum Erliegen bringen, weil Händler diese geschenkte Ware aus den reichen Ländern viel günstiger verkauften als die einheimischen Produzenten.
Viele Dinge sind aber auch von den internen Machthabern zu verantworten. Wie ist es möglich, dass in Ländern, in denen gehungert wird, Geld für das Führen von Kriegen vorhanden ist? In solchen Ländern kann nicht nur der Mangel von Geld, also auch nicht nur die Weltwirtschaft zur Verantwortung gezogen werden.
Man kann beobachten, dass in Ländern mit hoher Armut und einem großen Unterschied zwischen Arm und Reich bestimmte Bedingungen herrschen:
• das Bildungsniveau ist niedrig und es gibt kaum Zugang zu Bildung und Wissen,
• die Geburtenrate ist hoch,
• die Rolle der Frau ist unterentwickelt bzw. Frauen werden unterdrückt,
• Meinungs- und Pressefreiheit bzw. die demokratischen Grundrechte sind nicht gewährleistet,
• Korruption ist weit verbreitet, wenn es überhaupt einen privaten Wirtschaftsektor gibt,
• es gibt nur ungenügend freie Gerichtsbarkeit bzw. rechtsstaatliche Ordnung,
• es gibt keine freie Begegnung von Anbietern und Nachfragern von Gütern und Dienstleistung und keine funktionierenden Märkte,
• das Niveau kriegerischer Auseinandersetzungen auch innerhalb einer Gesellschaft ist hoch,
• es gibt keinen sozialen Ausgleich zwischen den Schichten,
• die Macht wird nicht vom Volk bestimmt, das Volk ist nicht in der Lage seine Interessen zu formulieren und umzusetzen.
Die europäische Geschichte bestätigt eine solche Betrachtung. Auch hier gab es Hunger, Elend und Unterdrückung, eine hohe Geburtenrate und Kindersterblichkeit, häufige Kriege und keine Demokratie, keine Bildung und keine Gleichberechtigung.
Erst die Ideen der Aufklärung und des Humanismus und ihre mühsame und leidvolle Umsetzung brachten jene grundlegenden Verbesserungen, die wir heute genießen. Und nie haben Freiheit und Wohlstand ein höheres Niveau erreicht als dies in Europa nach dem zweiten Weltkrieg der Fall war. Einer Entwicklung, die maßgeblich von der Entwicklung der EU mit ihrer friedensstiftenden und wirtschaftsintegrativen Funktion geprägt ist.
Blicken wir vor dem Hintergrund unserer Geschichte auf die heutige Welt stellen wir fest, dass der Rolle der Frau eine zentrale Bedeutung zukommt. Gut ausgebildete Frauen, die gleichberechtigt an Politik und Wirtschaft teilnehmen, haben weniger Kinder. Sie ernähren diese Kinder besser und bilden sie besser aus. Die Gleichberechtigung der Frau kann ein Schlüssel sein den Kreislauf von Überbevölkerung, Armut und Unterdrückung zu durchbrechen.
Aber im Wechselspiel der Kräfte erkennen wir auch andere Tendenzen. Entwicklung ist keine Einbahnstraße und ein einmal errungener Fortschritt kann auch wieder verloren gehen. Bei einer Fortschreibung der derzeitigen Bevölkerungsentwicklung wird die jetzige Bevölkerungsminderheit der Muslime um das Jahr 2050 herum die Bevölkerungsmehrheit stellen. In Großstädten wie Rotterdam, Amsterdam, Den Haag und Utrecht wird diese Situation voraussichtlich schon viel früher eintreten.
Ob wir es für politisch korrekt halten oder nicht, es stellt sich die Frage ob eine Bevölkerungsmehrheit deren kulturelle Basis nicht auf den Grundlagen der Aufklärung und des Humanismus ruht, willens und in der Lage ist, Freiheit und Entwicklung zu bewahren. Und ebenso stellt sich die Frage, ob unsere Annahme, dass alle Volker und Gesellschafter dieser Erde ausschließlich unseren Weg der Entwicklung von Humanismus und Freiht wählen würden, zutrifft?

