Allawi rechnet mit Krieg gegen den Iran
Sunday, August 29. 2010
Iraks Ex-Ministerpräsident Ijad Allawi sieht kaum Chancen für eine friedliche Lösung des Atomkonflikts mit dem Iran. Es werde darüber „mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit“ zu einem Krieg kommen, sagte Allawi in einem „Spiegel“-Interview. Überall in der Region und auch in Amerika herrsche Angst.
„Wir steuern auf eine Lage zu, die beinahe der Kuba-Krise vom Oktober 1962 gleicht. Wie ein riesiges Tuch spannt sich die Angst über uns aus.“ [...]
Zugleich kritisierte Allawi, einer der Anwärter auf den Posten des Regierungschefs im Irak, das Vorgehen westlicher Länder in der Region. „Die Politik des Westens ist falsch“, sagte er. Die USA, die Nato und die europäischen Staaten müssten ihre Strategie für die gesamte Region, von Zentralasien bis zum Nahen Osten, überdenken. So zeige das Beispiel Afghanistan, dass die Taliban nicht etwa besiegt, sondern ihre Kämpfer und die radikal-islamische Al-Kaida nur stärker geworden seien. [...]
Der Abzug der US-Truppen sei politisch wichtig. Aber es seien keine politischen Grundlagen gelegt und keine irakischen Streitkräfte aufgebaut worden, die „die Verantwortung auch wirklich schultern können“. Der Irak sei zudem „an einem Punkt angekommen, an dem niemand niemandem mehr traut und die Zukunft des Landes sowie die der ganzen Region auf dem Spiel steht“. [...]
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„Wir steuern auf eine Lage zu, die beinahe der Kuba-Krise vom Oktober 1962 gleicht. Wie ein riesiges Tuch spannt sich die Angst über uns aus.“ [...]
Zugleich kritisierte Allawi, einer der Anwärter auf den Posten des Regierungschefs im Irak, das Vorgehen westlicher Länder in der Region. „Die Politik des Westens ist falsch“, sagte er. Die USA, die Nato und die europäischen Staaten müssten ihre Strategie für die gesamte Region, von Zentralasien bis zum Nahen Osten, überdenken. So zeige das Beispiel Afghanistan, dass die Taliban nicht etwa besiegt, sondern ihre Kämpfer und die radikal-islamische Al-Kaida nur stärker geworden seien. [...]
Der Abzug der US-Truppen sei politisch wichtig. Aber es seien keine politischen Grundlagen gelegt und keine irakischen Streitkräfte aufgebaut worden, die „die Verantwortung auch wirklich schultern können“. Der Irak sei zudem „an einem Punkt angekommen, an dem niemand niemandem mehr traut und die Zukunft des Landes sowie die der ganzen Region auf dem Spiel steht“. [...]
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