Schluss mit den Panik-Parolen vom Klimachaos!

Tuesday, August 17. 2010
Die Naturkatastrophen dieser Tage bringen ein Thema zurück in die Medien, dessen Bedeutung zuletzt eher eine untergeordnete Rolle spielte: Den Klimawandel. Sind die Katastrophen ein Zeichen dafür, das sich die Erderwärmung wieder beschleunigt? Wie eigentlich wird das Jahr 2010 statistisch ausfallen für die Klimaforscher?

Das Jahr hat gerade etwas mehr als seine erste Hälfte durchlaufen, viel mehr als die Daten für Januar bis Juni liegen nicht vor. Auch wenn sich andeutet, dass der Juli außerordentlich heiß ausfiel, so können doch Äußerungen, wie sie kürzlich häufiger zu hören waren, dass „dieses Jahr“ nämlich global gesehen das wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen sei, zu diesem Zeitpunkt allenfalls zur Hälfte richtig sein. Sie beziehen sich auf das amerikanische NOAA-Institut, das die ersten sechs Monate als Rekordjahreshälfte bezeichnet. Was aber sagen uns die Daten genau?

Zunächst etwas für uns Verwunderliches: Trotz des nicht nur in Deutschland und Europa sondern in den meisten Ländern nördlich des Äquators so katastrophal kalten Winters war es im Durchschnitt der Monate Januar bis Juni gerade auf der Nordhalbkugel wohl tatsächlich so warm wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen. [...]

Auch die Meere haben sich stark erwärmt. Ursache für die hohen Werte im ersten Halbjahr 2010 dürfte zumindest auch der El-Nino-Effekt vor der Küste Perus sein, der bei seinem winterlichen Auftritt im Rhythmus von vier, fünf Jahren das weltweite Klima stets aufheizt und auch das übrige Wettergeschehen stark beeinflusst. 2010 ist ein El-Nino-Jahr. Derzeit scheint die Erwärmungstendenz des Meeres gestoppt, manches deutet auf eine Abkühlung hin. Bahnt sich da ein La-Nina-Effekt an, der oft nach einem El Nino kommt und bisweilen für einen globalen Temperatursturz sorgt? [...]

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Afghanistan: 1 Billion Rohstoff-Schatz?

Monday, June 14. 2010
Sensationsmeldung in der “New York Times”: Unentdeckte Rohstoffe in Afghanistan im Werte von 1 Billion Dollar? Wer auch nur ansatzweise eine Ahnung von der “Wertentdeckung” und den “Wertbestätigungsprozessen” in der Minenindustrie hat, weiß genau, dass hier fast alles nicht stimmen kann. [...]

“Wie das??”, fragt sich jeder noch nicht voll von der Macht korrumpierte Völkerrechtler oder jeder noch immer selbstständig denkende Journalist? Inwiefern sollte diese neu entdeckte Mineralisierung Afghanistans denn die klaffende rechtliche Wunde heilen, die der klar völkerrechtswidrige Afghanistan-Krieg seit 2002 in das internationale Rechtsverständnis gerissen hat? Warum verändert ein Eisen-, Lithium- und Kupferfund die völkerrechtliche Lage?? Ist nicht in Deutschland eben erst ein Bundespräsident zurückgetreten, weil er es gewagt hatte anzudeuten, dass die “Rohstoff-Sicherung” für ein Land wie Deutschland den militärischen Einsatz rechtfertigen könnte?! Hat Köhler seine umstrittene Äußerung zur “militärischen Sicherung von Handelswegen” nicht sogar ausgerechnet in Afghanistan gemacht?! Sind nicht Rohstoff-Funde geradezu prototypischerweise ein ESKALATIONSgrund für sehr viele Kriege weltweit?! [...]

Nun, gehen wir einige der Lügen und Auslassungen im NYT-Artikel einfach mal der Reihe nach durch:
1. Es ist UNMÖGLICH, ohne JAHRELANGE Probebohrungen auch nur ANNÄHERND Potenziale von Minenadern festzustellen geschweige denn zu quantifizieren. [...]
2. Bei börsennotierten Minenwerten muss in aller Welt ein minutiöser und langjähriger und teurer Explorations- und Ressourcen-Definitions-Prozess eingehalten werden, ehe der Markt (vielleicht) die sozusagen “amtlichen” Ressourcen- oder Resevenschätzungen glaubt und deren Werte als real einstuft [...]
3. Wenn man dann als Minen-Management schließlich die begehrte NI 43-101-kompatible Potenzialschätzung endlich bekommen hat, dann weist diese zwar eine (höchst temporäre und unsichere) Ressourcen-Größenordnung aus. Das heißt aber noch lange nicht, dass die Marktkapitalisierung auch nur annähernd in die Größenordnungen des vermuteten Werts der Rohstofflagerstätte schnellen würde...
4. ... der Markt berücksichtigt eine Unzahl an Unsicherheitsfaktoren - und dies ist völlig rational bzw. mathematisch angebracht [...] Jedenfalls bei Zeithorizonten unter 20-30 Jahren - und längere rechtfertigten ja wohl kaum eine “Breaking News”...
5. Die Börsenanalysten nehmen bei Minenprojekten traditionell und angesichts der oben nur angedeuteten Risiken völlig zurecht ganz erhebliche Risikoabschläge auf die Gewinnschätzungen der jeweiligen Minenunternehmen vor. Im Falle Afghanistans würde dieser Risikoabschlag bei einer DCF-Analyse über -sagen wir- 15 Jahre nicht unter 95% liegen. [...]
6. Bei einigen der im NYT-Bericht genannten Rohstoffe (Lithium) ist noch nicht einmal sicher, ob sie in Zukunft WIRKLICH knapp zu werden drohen. [...]

Fazit: Diese Falsch-Meldung ist keine Ente, sondern eine bewusste Volksverdummung aus eindeutig politisch-militärischen Gründen. [...]

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Sicherheitsbedenken: Google nutzt kein Windows mehr

Tuesday, June 1. 2010
Der Internetkonzern Google setzt das Microsoft-Betriebssystem Windows wegen Sicherheitsbedenken nicht mehr im Unternehmen ein. Das berichtet die britische Financial Times unter Berufung auf mehrere Google-Beschäftigte. Google hat weltweit 10.000 Beschäftigte. “Wir nutzen kein Windows mehr. Das ist eine Sicherheitsmaßnahme”, sagte ein Google-Mitarbeiter der Zeitung.

“Viele Leute sind nach den Angriffen in China von Windows-PC zu Mac OS gewechselt”, sagte ein weiterer Beschäftigter der Zeitung. Neue Mitarbeiter können zwischen Mac OS und Linux-PCs als Arbeitsgerät wählen. Wer weiterhin Windows einsetzen will, braucht eine Genehmigung vom “oberen Management”. Wer einen neuen PC bekommt und darauf Windows benötigt, braucht dazu sogar die Zustimmung des IT-Chefs des Konzerns. [...]

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Überwachungsstaat macht Überwachungswende

Saturday, May 22. 2010
Der rabiateste Überwachungsstaat der westlichen Welt wagt die Kehrtwende. Großbritanniens neue Regierung will die Vorratsdatenspeicherung abschaffen, biometrische Personalausweise einmotten und Netzsperren aufheben. [...]

Steht Großbritannien nun bei der inneren Sicherheit sowie beim Thema Internet und Überwachung vor der totalen Kehrtwende. Am Donnerstag veröffentlichte die neue Tory-Liberals-Regierung ihre Koalitionsvereinbarung, die hier völlig andere Trends setzt. Von so einem Regierungsprogramm träumt in Deutschland allenfalls die Piratenpartei.

Der Vertrag verspricht folgende konkrete Vorhaben:
• Die National ID Card wird nicht eingeführt.
• Die zentralen Datenbanken National Identy Register und ContactPoint - eine Datenbank, die alle britischen Kinder unter 18 Jahre erfasst - werden abgeschafft.
• Die nächste Generation biometrischer Pässe wird nicht eingeführt.
• Die nationale DNA-Datenbank bekommt schärfere Auflagen bei Datenerfassung und -haltung.
• Das Erfassen von Fingerabdrücken von Kindern in Schulen ohne elterliche Genehmigung wird verboten.
• Die Überwachung des öffentlichen Raumes durch Kameras wird stärker reguliert.
• Die anlassunabhängige Vorratsdatenspeicherung von Internet- und E-Mail-Daten wird beendet.
• Das Verleumdungsrecht wird in Hinblick auf den Schutz der Meinungsfreiheit überprüft.
• Die Regierung forciert den Breitbandausbau und fördert das Prinzip der Open-Source. [...]

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Google sammelte mit Street-View private WLAN-Daten

Saturday, May 15. 2010
Die Kamera-Autos des Internetkonzerns sorgten ohnehin für Aufregung. Doch nicht nur Straßen und Häuserfassaden wurden bei den Fahrten gescannt. Google gab jetzt zu, mit den Autos über WLAN-Zugänge auch private Daten gespeichert zu haben. [...]

Nach den Angaben von Google wurden von offenen WLAN-Funknetzwerken auch sogenannte Nutzdaten (“payload”) gespeichert, beispielsweise Fragmente von E-Mails oder Inhalte von abgerufenen Webseiten. Bislang hatte Google lediglich eingeräumt, von WLAN-Stationen den Verschlüsselungsstatus der Geräte, eine eindeutigen Seriennummer (MAC-Adresse) und den vom Nutzer vergebenen Namen der Funkstation (SSID) gespeichert zu haben. Google kündigte an, das Erfassen von WLAN-Funkstationen durch die Street-View-Autos zu stoppen und auch nicht wieder aufzunehmen. [...]

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Von der Kunst, die Klimadebatte aufs Glatteis zu führen

Friday, May 14. 2010
Ein Eisbär treibt einsam auf einer Scholle im Meer. Eine Szene, wie sie so einnehmend wohl noch nie ein Fotograf je abgelichtet hat und die es dennoch gibt - als grandiose Fotomontage. Für Verschwörungstheoretiker und Kritiker der Theorie vom menschengemachten Klimawandel ist sie zu einer weiteren Ikone in ihrem Kampf gegen das Establishment der Klimaforschung geworden. Von “Photogate” ist die Rede, seitdem das Bild kürzlich in der amerikanischen Zeitschrift “Science” erschienen ist.

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Anlass war Manifest von 255 Klimaforschern. Die Redaktion der angesehenen Zeitschrift hatte das Bild - fatalerweise ohne Hinweis auf die Manipulation - ausgerechnet zur Illustration eines Briefes benutzt, in dem sich 255 Forscher von Wissenschaftsakademien gegen “die McCarthy-artigen Verfolgungen von Klimaforschern” und gegen die “unverblümten Lügen von Politikern und Klimaleugnern” zur Wehr setzten. [...]

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Google sammelt Daten über private WLANs

Friday, April 23. 2010
Google erneut im Visier von Datenschützern: Mit dem Street-View-Wagen knipst die Firma nicht nur Bilder von Deutschlands Straßen, sondern sammelt auch Daten über private Funknetze. [...]

Bei einem Treffen auf EU-Ebene habe Bundesdatenschützer Peter Schaar quasi nebenbei erfahren, dass Google die Autos, mit denen zurzeit Straßen und Häuser für den Online-Dienst Street View fotografiert werden, auch zu einem anderen Zweck nutze.
Nämlich dazu, Daten über drahtlose Internet-Sender zu erfassen. Solch einen sogenannten Wlan-Router haben Millionen deutscher Internetnutzer zu Hause stehen. Da man sie vom Internetanbieter zumeist kostenlos zur Verfügung gestellt bekommt, dürfte ein Großteil der 26,5 Millionen deutschen Haushalte mit schnellem Internetanschluss auch einen Wlan-Router betreiben. [...]

Den Standort erfassen die Google-Autos ohnehin per GPS. Jeder der Sender trägt aber ab Werk auch eine eindeutige Identifizierungsnummer. Zusätzlich kann der Nutzer seinem persönlichen Netzwerk einen Namen geben, mit dem er zum Beispiel für Gäste, die sich eben mal schnell ins Internet einwählen wollen, leichter zu finden ist. Daran setzt die Kritik der Datenschützer an. Bei den Namen für ihr Netz würden Privatpersonen oft ihren eigenen Namen wählen. Es handle sich somit um personenbezogene Daten, die rechtswidrig erhoben und gespeichert worden seien, so Bundesdatenschützer Schaar. [...]

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Facebook handelt verantwortungslos

Monday, April 12. 2010
Wer einen Kinderspielplatz baut, muss für die Sicherheit der Spielgeräte sorgen. Wer wie die Polizei mit scharfen Waffen hantiert, muss sicherstellen, dass niemand sonst sie in die Finger bekommt. Verkehrssicherungspflicht heißt so etwas. Doch wer ein Soziales Netzwerk eröffnet, für den soll das nicht gelten, der muss keine Verantwortung übernehmen? Das kann und darf nicht sein.

Hier ein paar Beispiele:
- Facebook speichert Daten von Personen, die keinerlei Beziehung zu Facebook haben.
- Facebook möchte Standortdaten auch ohne Zustimmung erheben.
- Facebook hat mit einer Umstellung im Dezember die Datenschutzeinstellungen von Millionen Nutzern über den Haufen geworfen (und so Öffentlichkeit wider Willen hergestellt).
- Facebooks Standardeinstellungen sind extrem offen.

[...] Die extrem datenschutzfeindlichen Voreinstellungen bei Facebook sind verantwortungslos. Neue Nutzer können sich auf einer Plattform noch nicht auskennen. Sie müssen zuerst einmal geschützt werden, damit sie verstehen lernen können, was Öffentlichkeit auf solch einer Plattform bedeuten kann („privacy as a default“). Wenn Richard Allan sagt, dass man “mehr als alle anderen Internetfirmen getan [habe], um Nutzer aufzuklären”, dann ist das blanker Hohn. Das Gegenteil ist der Fall: Facebook lässt Menschen wissentlich ins offene Messer laufen. [...]

Privates muss privat bleiben, das ist auch eine Aufgabe der Nutzer. Aber wer vorsätzlich Menschen zur Aufgabe ihrer Privatsphäre verführt und dabei Recht bricht, darf nicht mit Nachsicht rechnen. Er wird seiner Verantwortung nicht gerecht. [...]

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Mehr Elektrosmog durch neue Mobilfunk-Generation

Sunday, April 11. 2010
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) warnt vor einer neuen Welle des Mobilfunkausbaus durch die morgen beginnende Auktion der Bundesnetzagentur. Die Langzeitwirkungen der Mobilfunkstrahlung auf die menschliche Gesundheit sei noch viel zu wenig erforscht, so die Umweltschützer. [...]

Bernd Rainer Müller, Mobilfunkexperte des BUND, sagte: “Um mögliche Umwelt- und Gesundheitsschäden zu vermeiden, dürfen die Funknetze nicht weiter ausgebaut werden. Stattdessen müssen immissionsarme Kommunikationstechnologien entwickelt werden, die solche Schäden ausschließen. Nötig sind beispielsweise die verstärkte Erforschung von Infrarot-Übertragungstechniken sowie ein deutlicher Ausbau der netzgebundenen Kommunikation über Glasfaserkabel.”

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Kampagne gegen Klimaforscher

Wednesday, March 31. 2010
Koordinierte Attacken gegen Klimaforscher: Firmen wie ExxonMobil geben Millionen Dollar dafür aus, um die Glaubwürdigkeit der Wissenschaft systematisch zu vernichten. [...]

Koch Industries ist weltweit an Pipelines und Raffinerien, an der Düngemittel- und Faserindustrie, an Asphalt- und Nahrungsmittelfirmen beteiligt - und steckt einen Teil seiner Gewinne in den Kampf gegen Klimagesetze. Fast 50 Millionen Dollar hat Koch Industries zwischen 1997 und 2008 an “Americans for Prosperity” und weitere Organisationen gespendet, die den Klimawandel leugnen. Das geht aus einem am Dienstag in den USA veröffentlichten Bericht der Umweltorganisation Greenpeace hervor.

Damit hat Koch Industries sogar den Ölgiganten ExxonMobil überholt, der bisher mächtigster Unterstützer derjenigen war, die einen steigenden Meeresspiegel und zunehmende Dürren für Hokuspokus halten. Im selben Zeitraum gab ExxonMobil 25 Millionen Dollar dafür aus, Politiker davon zu überzeugen, dass der Klimawandel entweder nicht existiert oder es der Wirtschaft schadet, ihn zu bremsen. [...]

Seit 20 Jahren gebe es Attacken gegen Klimaforscher, heißt es im Greenpeace Report. Die neueste Kampagne jedoch sei koordiniert, sie wirke wie ein Virus, der sich weltweit ausbreite und immun sei gegen rationale Argumente.

Ähnlich wie früher die Tabakkonzerne, die zwischen den fünfziger und achtziger Jahren gezielt Zweifel an wissenschaftlichen Studien über die Schädlichkeit von von Nikotin gesät hätten, produzierten die Klimaskeptiker jetzt den Zweifel an den kalkulierten Folgen der Erderwärmung.

Tatsächlich scheint es, als ob viele nur darauf gewartet hätten, dass die Klimaforscher sich blamieren - anders ist die heftige Reaktion auf die Mail-Affäre kaum zu erklären. Mutmaßungen, wonach die Korrespondenz der britischen Forscher im Auftrag gehackt worden ist, konnten bisher nicht belegt werden. “Aber die Koinzidenz mit Kopenhagen ist bemerkenswert”, sagt Brenda Ekwurzel von der Union of Concerned Scientists in Washington, die Politiker in Fragen der Klimaforschung berät.

Die Angriffe gegen Klimaforscher zeitigen Wirkung. Einer neuen Umfrage zufolge glauben 25 von 100 Briten inzwischen nicht mehr, dass es einen Klimawandel gibt - vor Kopenhagen waren es nur 15. Und vor kurzem haben die Ölfirmen Conoco und BP die “Koalition der klimaschützenden Unternehmen” verlassen, die sich für den Emissionshandel in den USA einsetzt - ein ernstes Warnsignal an Washingtons Politiker. [...]

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Soziale Medien: Sicherheit und Datenschutz "mangelhaft"

Thursday, March 25. 2010
“Ein Netzwerk, das Informationsaustausch und Datenschutz in Einklang bringt, existiert noch nicht”, lautet das Urteil der Stiftung Datenschutz. Sie hat zum ersten Mal soziale Netzwerke getestet, immerhin würden sie inzwischen von einem Drittel der Deutschen genutzt. Das Urteil über SchülerVZ, StudiVZ, Jappy, Lokalisten, Wer-kennt-wen, Xing, StayFriends, Facebook, LinkedIn und Myspace ist trübe. Bei acht der zehn Portale gäbe es “deutliche” oder “erhebliche Mängel”. Der Hauptvorwurf lautet, dass die Dienste, die mit großen Mengen sensibler Daten hantieren, dies nicht sehr transparent tun. Das zeigte sich laut Stiftung Warentest bereits bei den Versuchen, sie zu überprüfen. [...]

Besonders negativ fielen die amerikanischen Anbieter Facebook, LinkedIn und MySpace auf. Sie sind am intransparentesten, am freizügigsten im Umgang mit den Nutzerdaten, räumen den Nutzern die geringsten Rechte ein und haben sämtlich “sehr deutliche” Mängel in ihren Nutzungsbedingungen.

Wer beispielsweise bei Facebook eigene Texte und Bilder einstelle, verzichte automatisch auf das geistige Eigentum an seinen Werken. Dieser Fakt hat auch international bereits für Ärger gesorgt und zumindest zu kleinen Änderungen geführt. Doch ist er nur eines von vielen Beispielen. So hat die Stiftung allein in den Nutzungsbedingungen von MySpace zwanzig unwirksame Klauseln gefunden, die festlegten, dass sich das Portal “auf geradezu unverschämte Art” an Nutzerdaten bedienen dürfe. [...]

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Deep Search - Politik des Suchens jenseits von Google

Monday, February 15. 2010
Der Wiener Internetaktivist Konrad Becker kritisiert im Interview mit WELT ONLINE die Suche von Google. Es geht um das Erlangen eines Nutzerprofils. Manche Verknüpfungen von Daten sind für ihn hochproblematisch. Auch hat er Zweifel, ob Apple der wahre Freund der Kulturschaffenden ist [...]

WELT ONLINE: Sie haben ein Buch mit dem Titel „Deep Search“ herausgegeben. Untertitel: „Politik des Suchens jenseits von Google“. Kann es ein User-Leben ohne Google geben?

Becker: Google ist nur ein Symptom der Sehnsucht, des Bedürfnisses und auch der politischen und wirtschaftlichen Notwendigkeit, Daten zu ordnen.

WELT ONLINE: Google ordnet seine Antworten nach dem Page-Rank-Prinzip. Als bestes Suchergebnis gilt die Seite, auf die am häufigsten verlinkt wird. Ist das eine sinnvolle Art von Wissensorganisation?

Becker: Sie ist nicht nur nicht notwendigerweise sinnvoll, sie ist sogar sehr problematisch. Informationslandschaften sind reich, wenn sie über Vielfalt, sozusagen über Biodiversität verfügen. Das Page-Rank-Prinzip aber nimmt dem Aufmerksamkeitsarmen und gibt dem Aufmerksamkeitsreichen. Das führt zu einer Verarmung. Es kommt zu Schleifenbildungen. Ein Phänomen, das die Folksonomien noch verstärken. [...]

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Gefährliches GMail: So bringen Sie Buzz Manieren bei

Friday, February 12. 2010
Googles Gegenangebot zu Facebook und Twitter geht forsch mit den Daten der Nutzer um: Ein Klick und das Web sieht, wem man besonders häufig E-Mails schreibt. Die Schalter zum Deaktivieren sind gut versteckt [...]

Das ist eine riskante Mischung: Um vom Start weg eine kritische Masse an Nutzern für seinen Twitter-Konkurrenzdienst Buzz zu haben, baut Google das Postfach seiner Kunden ungefragt zur Schaltzentrale für das neue soziale Netzwerk aus.
Riskant ist das, weil E-Mails eine ganz andere Kommunikationsform sind als das öffentliche Geschnatter via Facebook oder Twitter. Buzz weist jedem E-Mail-Nutzer automatisch ein paar Buzz-Kontakte zu, basierend darauf, mit wem man besonders viele E-Mails austauscht. Wer da unvorsichtig auf den falschen Link klickt, teilt der Welt mit, wem er in letzter Zeit besonders viele Nachrichten geschickt hat. [...]

Ein Angestellter steht im regen Mail-Verkehr mit einem Kollegen von einer Konkurrenzfirma? Klack, der Chef sieht’s womöglich im Buzz-Profil. Seine Freundin schreibt fleißig an einen Ex - klack, schon merkt er auch das. Wie man diese freizügigen Einstellungen zurücksetzt, finden auch Experten nicht so leicht heraus - Google hat die entsprechenden Optionen recht gut versteckt. [...]

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Facebook sammelt Emailadressen

Wednesday, February 10. 2010
Gegen Freunde ist man machtlos: Soziale Netze kennen sogar Kontakte und Mail-Adressen von Menschen, die auf ihre Privatsphäre achten und selbst gar kein Mitglied bei Facebook & Co. sind.

Facebook verbindet Menschen. Damit das gut klappt, schlägt das Netzwerk seinen Mitgliedern gern andere Facebook-Nutzer vor, verbunden mit der Aufforderung: “Füge Personen, die du kennst, als Freunde hinzu.” Manchmal wundert man sich ein wenig, woher Facebook nun schon wieder weiß, dass man mit Sabine Mustermann bekannt ist, nur weil man mit ihr vor zwanzig Jahren im gleichen Hockeyverein gespielt hat. Noch mehr dürften sich darüber aber Menschen wundern, die Facebook niemals beigetreten sind. Denn auch sie erhalten unter Umständen von Mitgliedern eine Einladung, sich doch endlich Facebook anzuschließen. Auch in diesen Mails: Ein Hinweis, wer außer dem einladenden Bekannten noch so alles im Netz auf sie wartet. [...]

Das Netzwerk sammelt E-Mail-Adressen auf zweierlei Weise. Zum einen bietet Facebook registrierten Mitgliedern an, ihre Freunde zu finden, indem sie die Facebook-Software namens Freundefinder durch die eigenen E-Mail-Kontakte schauen lassen. Dazu muss das Mitglied nur seine Mail-Adresse und das dazugehörige Passwort eintippen. Dann findet Facebook nicht nur all jene Menschen, denen man jemals im Leben von diesem Postfach eine Email geschrieben hat und die sich mit der E-Mail-Adresse auch bei Facebook registriert haben. Facebook schlägt auch vor, all diejenigen einzuladen, die noch nicht registriert sind.

Natürlich beeilt sich Facebook mit der Versicherung, das E-Mail-Passwort werde nicht gespeichert. Aber das Passwort ist auch gar nicht das Problem. Was man erst nach dem Klick auf zwei “Mehr dazu”-Fenster erfährt: Die E-Mail-Adressen, die so hochgeladen werden, werden verwendet, “um dir dabei zu helfen, mit deinen Freunden in Verbindung zu treten. Zudem verwendet Facebook diese Informationen, um dir und deinen Kontakten auf Facebook Nutzer und Seiten vorzuschlagen”. Das heißt: Facebook hat danach jede E-Mail-Adresse aus dem Mail-Programm bei sich gespeichert. [...]

Na, wenn das kein Anlass ist, sich sofort selbst bei Facebook anzumelden. Um die Fotos, die andere einem dort eingestellt haben, ganz schnell wieder zu löschen. Schließlich kann man auf Facebook sogar Personen auf Fotos markieren, die dort gar nicht angemeldet sind, mit vollem Namen. Und wer angemeldet ist, bekommt das wenigstens mit. [...]

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IT-Forscher enttarnen Internetsurfer

Tuesday, February 2. 2010
Anonym surfen im Web? Das war einmal. IT-Forschern ist es nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen gelungen, Internetsurfer mit einem einfachen Trick namentlich zu identifizieren. Von der Sicherheitslücke sind Millionen Teilnehmer sozialer Netzwerke betroffen - es droht ein Datenschutz-GAU.

Es ist ein Horrorszenario für Datenschützer, was Thorsten Holz, Gilbert Wondracek, Engin Kirda und Christopher Kruegel in ihrem 15-seitigen Aufsatz beschreiben (PDF-Datei hier, 803 KB): Die Experten vom Isec-Forschungslabor für IT-Sicherheit, einer Kooperation der Technischen Universität Wien, dem Institute Eurécom und der University of California, dokumentieren einen technisch eher simplen Angriff, der eine seit zehn Jahren bekannte Sicherheitslücke ausnutzt. Betroffen sind alle Mitglieder von sozialen Netzwerken, die sich Netzwerk-Gruppen angeschlossen haben.
Was viele Menschen nicht wissen: Die jeweiligen Gruppenmitgliedschaften ergeben ein einzigartiges Profil, das Angreifer wie einen Fingerabdruck aus dem Browser ablesen können: “In einem sozialen Netzwerk gibt es eben nur sehr wenige Menschen, die in denselben Gruppen eingetragen sind”, erklären Holz und Wondracek im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE. “Bei Xing sind 1,8 Millionen Mitglieder in etwa 6500 öffentlichen Gruppen organisiert. Über 750.000 davon haben eine einzigartige Gruppenkonstellation, einen eindeutigen Fingerabdruck.”

Wenn eine präparierte Website ihren Besuchern diesen Fingerabdruck abnehmen und mit einer Kartei aller Nutzer eines Netzwerks vergleichen kann, ist der anonyme Websurfer enttarnt.

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