Islamische "Ehrenmorde" und christliche "Familiendramen"
Friday, September 3. 2010
Als ein Zeichen für die nicht mit dem Westen kompatible islamische Kultur gilt etwa der Ehrenmord. Der wird von einzelnen Menschen begangen, um eine angeblich verletzte Moralregel, die eine ganze Familie der Schande der anderen aussetzt, wieder herzustellen. Das ist natürlich, obgleich hierzulande nicht allzu häufig begangen, schlicht ein mit Stammeskulturen verbundenes Verbrechen, das nicht kompatibel mit unserer Rechtsordnung ist und entsprechend bestraft und verfolgt gehört.
Man könnte allerdings darauf verweisen, wenn es um die pauschale Schuldzuweisung an den Islam oder die Muslime und die Inkompatibilität mit der deutschen Kultur geht, dass besonders Deutsche mit ihrer christlich-abendländischen Tradition beispielsweise mit dem Gesetz zur Rassenschande auf staatlicher Ebene solche Ehrenmorde, neben vielen anderen schrecklichen Verbrechen und der Massenvernichtung von Menschen, begangen haben. Der Bezug auf die Kultur scheint da nicht besonders weit zu reichen.
Man vergisst aber auch oft, wie häufig Ehrenmorde auch vornehmlich von deutschen Männern begangen werden, die sich und ihre Familie auslöschen. Würde hier jemand davon sprechen, dass es sich um die Folge der christlich-abendländischen, der katholischen oder protestantischen Kultur handelt? Egal, ob die Täter überhaupt religiös sind? Es gibt schließlich auch genügend Menschen mit islamischen Hintergrund, die nicht religiös sind, denen aber von Sarrazin, Broder und Co. pauschal unterstellt wird, dass ihre Kultur nicht zu uns passt und überhaupt gefährlich ist.
Gerade ist wieder ein solcher Fall bekannt worden, der auch einmal hartgesottene Muslimhasser kurz zum Nachdenken anregen sollte (was vermutlich aber eine ebenso verwegene Hoffnung ist, wie dies von einem Antisemiten zu verlangen). In dem neuesten Fall war es zwar auch ein Ausländer, ein Kroate, also ein Christ, der seine vierjährige Tochter und sich selbst umgebracht hat, sein einjähriger Sohn schwebt in Lebensgefahr. Der Mann lebte getrennt von seiner Frau, hatte sein Recht wahrgenommen, seine Kinder zu sehen, und dies dazu benützt, sie in seinen Selbstmord mit hineinzuziehen.
Das ist kein Einzelfall. [...] Man braucht nur suchen. Es gibt eine blutige Spur dieser christlichen Täter, die es nicht ertragen können, dass ihre Frauen selbständig werden und dann nicht nur sie, sondern auch die gemeinsamen Kinder töten müssen. Ein blutiger Wettstreit also der christlichen und muslimischen Männer, die es nicht ertragen, wenn sie nicht mehr der Pascha sind. Die Ehrenmorde haben also möglicherweise weniger mit der islamischen Kultur als mit den Männern zu tun, die mit Gleichberechtigung ihre Schwierigkeiten haben. Das dürfte in der islamischen Kultur zwar dominanter sein, ist der christlichen aber ebenso zu eigen.
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Man könnte allerdings darauf verweisen, wenn es um die pauschale Schuldzuweisung an den Islam oder die Muslime und die Inkompatibilität mit der deutschen Kultur geht, dass besonders Deutsche mit ihrer christlich-abendländischen Tradition beispielsweise mit dem Gesetz zur Rassenschande auf staatlicher Ebene solche Ehrenmorde, neben vielen anderen schrecklichen Verbrechen und der Massenvernichtung von Menschen, begangen haben. Der Bezug auf die Kultur scheint da nicht besonders weit zu reichen.
Man vergisst aber auch oft, wie häufig Ehrenmorde auch vornehmlich von deutschen Männern begangen werden, die sich und ihre Familie auslöschen. Würde hier jemand davon sprechen, dass es sich um die Folge der christlich-abendländischen, der katholischen oder protestantischen Kultur handelt? Egal, ob die Täter überhaupt religiös sind? Es gibt schließlich auch genügend Menschen mit islamischen Hintergrund, die nicht religiös sind, denen aber von Sarrazin, Broder und Co. pauschal unterstellt wird, dass ihre Kultur nicht zu uns passt und überhaupt gefährlich ist.
Gerade ist wieder ein solcher Fall bekannt worden, der auch einmal hartgesottene Muslimhasser kurz zum Nachdenken anregen sollte (was vermutlich aber eine ebenso verwegene Hoffnung ist, wie dies von einem Antisemiten zu verlangen). In dem neuesten Fall war es zwar auch ein Ausländer, ein Kroate, also ein Christ, der seine vierjährige Tochter und sich selbst umgebracht hat, sein einjähriger Sohn schwebt in Lebensgefahr. Der Mann lebte getrennt von seiner Frau, hatte sein Recht wahrgenommen, seine Kinder zu sehen, und dies dazu benützt, sie in seinen Selbstmord mit hineinzuziehen.
Das ist kein Einzelfall. [...] Man braucht nur suchen. Es gibt eine blutige Spur dieser christlichen Täter, die es nicht ertragen können, dass ihre Frauen selbständig werden und dann nicht nur sie, sondern auch die gemeinsamen Kinder töten müssen. Ein blutiger Wettstreit also der christlichen und muslimischen Männer, die es nicht ertragen, wenn sie nicht mehr der Pascha sind. Die Ehrenmorde haben also möglicherweise weniger mit der islamischen Kultur als mit den Männern zu tun, die mit Gleichberechtigung ihre Schwierigkeiten haben. Das dürfte in der islamischen Kultur zwar dominanter sein, ist der christlichen aber ebenso zu eigen.
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